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< Projektwoche der Klasse 6a: „Modelle“
02.10.2018

Bio mal anders


Am 31. August hatten wir die Möglichkeit, im Rahmen des Biologieunterrichts der 10. Klasse eine Augenpräparation mit einem Schweineauge durchzuführen. Hierzu bildeten wir Zweierteams und bekamen die Aufgabenstellungen und die benötigten Werkzeuge. Jedem Mitschüler stand es frei an der Präparation mitzuarbeiten oder eine andere Aufgabe zum aktuellen Thema zu behandeln. Der Großteil der Klasse entschied sich natürlich für die Augenpräparation.

Auf einem Tisch in der ersten Reihe lagen ca. 15 Petrischalen mit einzelnen Augen und jede Gruppe erhielt nun ihr Auge. Einige hatten keinerlei Berührungsängste und betrachteten ihr Auge sofort tatkräftig. Die anderen empfanden zuerst Ekel und brauchten mehr Zeit, um diesen zu überwinden.

Die erste Aufgabe bestand darin Muskeln und Fett vom Auge wegzuschneiden. Das war relativ kompliziert, weil keiner das kalte Auge (selbst mit Handschuhen) berühren wollte. Am Auge meiner Gruppe konnte man nämlich noch Reste vom Augenlid und Wimpern erkennen. Nach dem Wegschneiden von überschüssigem Außengewebe konnte man den Sehnerv erkennen. Darauf folgte die wohl schwierigste Aufgabe, die darin bestand den Augapfel mit einer Schere quer durchzuschneiden. Eine ungewöhnliche Erkenntnis, die ich aus dieser Aufgabe erhalten habe, ist, dass Augäpfel ziemlich fest und widerstandsfähig sind. Im Inneren des Auges befindet sich der durchsichtige Glaskörper und die jetzt sichtbare schwarz pigmentierte Netzhaut, die wir wie auch die Aderhaut von der Lederhaut ablösen konnten.

Im zweiten Teil der Aufgabe widmeten wir uns der Frontseite des Auges. Mit einem Skalpell lösten wir die Linse von den Linsenbändern, um die Funktionsweise einer Linse am Objekt zu erleben. Wir vergrößerten z.B. die Schrift auf dem Aufgabenblatt, hielten die Linse gegen das Licht u.v.m.

Danach erfolgten die Auswertung, das Aufräumen und das Lüften, denn Schweineaugen haben einen unbeschreiblichen Geruch, der sich im gesamten Raum verbreitet hatte.

In der Auswertung der Klasse, ob man denn so etwas öfter machen könnte, stimmte ein Großteil dafür und das ist auch meine persönliche Meinung. Die Bestandteile mal in Realität zu sehen und zu berühren war eine werte und sinnvolle Erfahrung für alle, die an der Augenpräparation teilgenommen haben.

Autor: Philipp Wirth, 10c