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< Französisch mal anders
18.01.2019 Von: K.Mauersberger

Unser Schüleraustausch (03.-12.12.18)


Wenn ihr schon einmal an einem Schüleraustausch teilgenommen habt, wisst ihr sicherlich, was das für ein aufregendes und spannendes Erlebnis ist, welches einem hoffentlich immer in Erinnerung bleibt. Man lernt viel über die andere Kultur und was das schönste ist, man knüpft neue Kontakte und lernt vielleicht noch neue Freunde kennen.

Unser Austausch fing am Montag, 03.12.18, nach der 6. Stunde an, indem die Austauschschüler mit dem Bus an der Schule ankamen. Wir begrüßten sie aufgeregt mit unseren Willkommensschildern und Plakaten. Nach unserer Begrüßung begleiteten wir sie gespannt zu uns nach Hause, wo wir ihnen ihre Unterkunft für die nächsten 10 Tage zeigten. Dann hatten die Franzosen etwas Zeit sich frisch zu machen, sich etwas auszuruhen und einzurichten. Abends gab es ein erstes gemeinsames Abendessen. Da sie sehr müde waren, legten sie sich auch bald hin.

Am nächsten Morgen merkten wir, wie es ist, mit einem französischen Gast aufzustehen. Wir frühstückten und gingen dann zu einer vereinbarten Zeit zur Schule, um mit den Franzosen eine Schul- und Stadtrallye durchzuführen. Anschließend trafen wir den stellvertretenden Bürgermeister und durften seiner Rede gespannt lauschen, während die Lehrerinnen übersetzten. Am Nachmittag trafen wir uns zum gemütlichen Adventsbeisammensein mit Stollen, Plätzchen und Kinderpunsch in der Turnhalle.

Am nächsten Morgen ging es für die Franzosen und uns in den Unterricht. Nach der 4. Stunde machten wir uns auf den Weg in die große Beachvolleyballhalle in Berlin. Dort wurden wir mit unseren Austauschpartnern in Teams aufgeteilt. Zusammen hatten wir nicht nur Spaß, sondern lernten uns auch besser kennen.

Donnerstag ging es auch spannend weiter, da wir einen aufregenden Ausflug nach Dresden machten und ein vielfältiges Programm genossen. Unsere Schüler der 12. Klasse führten uns durch die schöne Stadt und informierten uns in einer deutsch-französischen Führung. Wir besuchten die Mittagsandacht in der Frauenkirche und hatten dann etwas Freizeit auf dem Weihnachtsmarkt.

Am nächsten Tag erwartete uns eine spannende „Reise“ in die DDR, denn am Freitag durften wir im DDR- Museum in Berlin lernen, was es bedeutete, in der DDR zu leben und welche für uns bis dato unbekannten Gegenstände und Lebensmittel es gab. Außerdem konnten wir sehen, wie eine typische Wohnung oder auch ein Kindergarten aussah. Besonders faszinierend war auch zu entdecken, wie das damalige Fernsehprogramm gestaltet war. Danach hatten wir Freizeit und konnten zum Beispiel dort auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt stöbern, die Gegend ansehen, oder was besonders interessant für die Franzosen war, in das Rittersport Geschäft gehen. Als wir dann nach Hause kamen, konnten wir zusammen mit unserer Familie und unserem Austauschschüler ins Wochenende starten.

Am Wochenende war jeder einzelnen Familie das Programm selbst überlassen. So haben sich manche noch mit Freunden getroffen, mit anderen Schülern, die ebenfalls ein Austauschkind aufgenommen haben oder das Wochenende besinnlich im familiären Kreis genossen. Natürlich blieben verschiedenste Aktivitäten nicht aus, wie zum Beispiel typisch deutsche Weihnachtsplätzchen zu backen, den Sprungraum zu erleben, Schlittschuhlaufen, einen Kinoausflug zu planen, Bowlen zu gehen oder auch einen weiteren Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Nach einem erholsamen Wochenende ging es für die deutschen Kinder in die Schule und für die französischen Kinder in den Reichstag. Zum Unterrichtsende trafen wir wieder auf unsere Austauschpartner.

Am Dienstag ging es zurück in die Zeit von Friedrich dem Großen. Wir besichtigten nämlich in Potsdam das Schloss Sanssouci. Hier durften wir alle in gemischten Gruppen das prachtvolle im Rokoko-Stil errichtete Sommerschloss bestaunen. Im Inneren des Schlosses konnten wir von mit Gold geschmückten Zimmern bis zu gänzlich verspielten bunten Zimmern alles sehen. Mal saßen lebendig wirkende Skulpturen oben an der Wand oder Engel, die über uns an der Decke in einem riesigen Gemälde gemalt waren, aber auch Portraits von Friedrich oder seinen Verwandten blieben nicht aus. Wir konnten auch von Friedrichs großer Liebe für die Antike reichlich sehen, denn wir konnten nicht nur die Säulen bestaunen, sondern auch Skulpturen griechischer Gottheiten. Nach dieser spannenden Reise in die Vergangenheit gingen wir auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt. Während die Deutschen noch den köstlichen Geruch von Weihnachtsgebäck genossen, machten die Franzosen sich schon auf den Weg zu Katjes. Am Bahnhof trafen wir uns dann wieder.

Mittwoch hieß es dann Abschied nehmen. Mit vielen Tränen und voller Vorfreude, dass wir sie bald wiedersehen, verabschiedeten wir uns und sahen zu, wie sie in den Zug einstiegen, um sich noch einige Highlights in Berlin anzusehen und dann nach Hause zu fahren. Auch wenn wir wussten, dass das kein Abschied für immer war, waren wir trotzdem traurig, dass sie nun abreisen mussten, denn obwohl es nur 10 Tage waren, hat man die Austauschschüler ins Herz geschlossen. Wir hatten die schönsten 10 Tage, die man nur haben konnte. Wir haben uns besser kennengelernt und unsere sprachlichen Kenntnisse verbessert. Das alles macht den Austausch so einzigartig und vor allem wert mitzumachen.

Alicia, Charlotte und Leandra (8c)