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Er wollte der 2. Goethe werden

Exkursion des Jahrgangstufe 12 zum Gerhart Hauptmann Hauses in Erkner

 

Gerhart Hauptmann! Er wollte für die deutsche Literatur eine ähnliche Bedeutung erlangen wie J. W.v. Goethe. Ob ihm das gelungen ist, mögen andere beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 wandelten am 10. November 2017 im Rahmen einer Exkursion zumindest auf Hauptmanns Spuren.

Vier Jahre lebte Gerhart Hauptmann in Erkner in einem wunderschönen gelben Haus. Dort angekommen, konnte man bereits im Foyer vielfältige Zitate renommierter Autoren zu Hauptmann und seinem Werk lesen – „Was Gerhart Hauptmann für seinen Stoff begeisterte, das war zunächst wohl das Revolutionäre darin, aber nicht ein berechnender Politiker schrieb das Stück, sondern ein echter Dichter, den einzig das Elementare, das Bild von Druck und Gegendruck reizte.“ Theodor Fontane.

In zwei Teilen lernten die Schülerinnen und Schüler das Leben Hauptmanns kennen. Zum Einen konnten sie in einem Vortrag einer Mitarbeiterin des Hauptmann-Hauses viel Interessantes und Persönliches erfahren. Ein Leben, das vom ständigen künstlerischen Suchen geprägt war. Eigentlich wollte Hauptmann u.a. Bildhauer werden. Eine von ihm gefertigte Büste ist auch im Museum ausgestellt.

Um die Zeit, die Lebensbedingungen und das Lebensgefühl ein bisschen nachzuempfinden, besichtigten die Schülerinnen und Schüler zum anderen das nachgestellte Wohnhaus Hauptmanns. Ein Arbeitsblatt gab dabei die Orientierung. Besonders beeindruckend war sicherlich die Bibliothek. In wunderschönen Vitrinen und in Leder gebunden, sah man Ausgaben von Goethe und Schiller, Platon und Augustinus, Shakespeare, Dostojewski und Ibsen, Kant und Fichte und und und.

Ob sich Hauptmann am Ende seines Lebens als 2. Goethe wahrgenommen hat? Er hat 1912 den Nobelpreis für Literatur erhalten, die deutsche Literatur nachhaltig geprägt und wird immer wieder auf deutschen Bühnen gespielt.

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